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Typ Hebel Bid / Ask WKN
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MTU Aero Engines Aktie

Aktie
WKN:  A0D9PT ISIN:  DE000A0D9PT0 US-Symbol:  MTUAF Branche:  Luft- u. Raumfahrt u. Verteidigung Land:  Deutschland
389,30 €
+7,70 €
+2,02%
13.01.26
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
19,03 Mrd. €
Streubesitz
23,04%
KGV
28,42
Dividende
2,20 €
Dividendenrendite
0,58%
neu: Nachhaltigkeits-Score
66 %
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MTU Aero Engines Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

Die MTU Aero Engines AG mit Sitz in München zählt zu den führenden unabhängigen Triebwerksherstellern und Instandhaltungsanbietern der zivilen und militärischen Luftfahrtindustrie. Das Unternehmen agiert als technologischer Partner nahezu aller großen OEMs im Triebwerksbau und ist in zahlreichen internationalen Triebwerksprogrammen als Risikoteilhaber engagiert. MTU fokussiert sich auf die Entwicklung, Fertigung und Instandhaltung von Hochdruckverdichtern, Niederdruckturbinen, Turbinenzwischengehäusen und Komponenten für stationäre Gasturbinen sowie auf ein breit gefächertes Service-Portfolio. Die starke Stellung im Aftermarket-Geschäft, langfristige Programmbeteiligungen und ein hoher Anteil wiederkehrender Erlöse prägen das Profil als Luftfahrtzulieferer mit ausgeprägtem Technologie- und Servicefokus.

Geschäftsmodell und Wertschöpfung

Das Geschäftsmodell von MTU Aero Engines basiert auf der Kombination aus Triebwerksentwicklung, Komponentenfertigung und langfristig ausgerichteten Maintenance-, Repair- und Overhaul-Dienstleistungen (MRO). MTU tritt in vielen zivilen Triebwerksprogrammen als Risikoteilnehmer auf und beteiligt sich an Entwicklungskosten, Fertigung und Serviceerlösen über den gesamten Lebenszyklus eines Triebwerks. Die Wertschöpfungskette umfasst im Wesentlichen:
  • Entwicklung und Konstruktion hochbelasteter Triebwerksmodule und -komponenten
  • Serienfertigung von Verdichtern, Turbinenstufen und Bauteilen aus Hochtemperaturwerkstoffen
  • Lifecycle-Management von Triebwerken inklusive Wartung, Überholung und Ersatzteilversorgung
  • Kooperationen und Joint Ventures im Servicegeschäft zur globalen Marktabdeckung
Charakteristisch für das Geschäftsmodell sind lange Programmzyklen, hohe Eintrittsbarrieren durch Zertifizierungen und Technologieanforderungen sowie eine starke Bindung der Airline-Kunden über Wartungs- und Serviceverträge. MTU erzielt dadurch über Jahrzehnte verteilte Cashflows aus einmaligen Entwicklungsinvestitionen und führt das operative Geschäft mit einem Fokus auf Kapazitätsauslastung, Effizienz und Engineering-Kompetenz.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von MTU Aero Engines ist auf die Bereitstellung effizienter, sicherer und zunehmend klimaverträglicher Antriebslösungen für die zivile und militärische Luftfahrt ausgerichtet. Im Mittelpunkt stehen die technologische Führerschaft in Schlüsselkomponenten, die Senkung von Emissionen und Lärm sowie die Optimierung der Betriebskosten für Fluggesellschaften und staatliche Betreiber. Strategisch verfolgt das Management eine mehrsäulige Ausrichtung:
  • Ausbau der Position in zivilen Standardrumpf- und Regionalflugzeugprogrammen über Beteiligungen an Triebwerken der neuesten Generation
  • Stärkung des margenstarken MRO-Geschäfts als stabilisierender Faktor im Konjunkturverlauf
  • Weiterentwicklung militärischer Triebwerkskompetenzen als strategischer Partner von Luftwaffe und NATO-Partnern
  • Investitionen in Zukunftstechnologien wie Wasserstoff-fähige Antriebe, Hybrid-Electric-Konzepte und neue Werkstoff- und Fertigungsverfahren
Die Mission verbindet damit Ingenieurtradition mit einer längerfristigen Dekarbonisierungsagenda der Luftfahrtindustrie, ohne die wirtschaftliche Rationalität des Kerngeschäfts aus den Augen zu verlieren.

Produkte und Dienstleistungen

MTU Aero Engines bietet ein breites Spektrum an Produkten und Services entlang des Lebenszyklus eines Luftfahrttriebwerks. Die Schwerpunkte liegen in:
  • Zivilen Flugzeugtriebwerken für Kurz-, Mittel- und Langstreckenflugzeuge, Regionaljets und Geschäftsreiseflugzeuge
  • Militärischen Triebwerken für Kampfflugzeuge, Transporter und Hubschrauber
  • Komponenten für industrielle und stationäre Gasturbinen
Im Dienstleistungsbereich adressiert MTU insbesondere:
  • Maintenance, Repair and Overhaul (MRO) für eine große Bandbreite ziviler Triebwerkstypen
  • Overhaul-Management, Flottenmanagement und zustandsorientierte Instandhaltung
  • Engineering-Services, Modifikationen und Upgrades zur Effizienzsteigerung
  • Ersatzteil- und Komponentenmanagement inklusive Leasing-Lösungen
Ein zentrales Angebotsmerkmal ist die Fähigkeit, OEM-nahe Instandhaltungskonzepte mit unabhängigen Serviceangeboten für Airlines zu verbinden. Dies erlaubt Kunden wahlweise OEM-gebundene oder flexiblere Wartungsstrategien, unter Wahrung der regulatorischen Vorgaben und Sicherheitsstandards.

Business Units und organisatorische Struktur

Operativ gliedert sich MTU Aero Engines im Wesentlichen in zwei große Geschäftsbereiche, die jeweils eigenständige Marktlogiken aufweisen:
  • OEM-Geschäft (Original Equipment Manufacturer): Entwicklung und Produktion von Triebwerksmodulen und -komponenten für zivile und militärische Programme, Teilnahme an internationalen Konsortien sowie Beteiligungen an Triebwerks-Joint-Ventures.
  • MRO-Geschäft: Instandhaltung, Reparatur und Überholung ziviler Triebwerke, inklusive eines Netzwerks eigener Standorte und kooperativer Plattformen im In- und Ausland.
Daneben bestehen Spezialisierungen nach Standorten, etwa mit Entwicklungs- und Fertigungsschwerpunkten in Deutschland sowie MRO-Zentren in Europa, Asien und Nordamerika. Die Struktur ist auf Skaleneffekte in der Serienfertigung, hohe Auslastung im Servicebereich und eine enge Verzahnung von Engineering und Betrieb ausgerichtet. Strategische Partnerschaften und Joint Ventures sichern den Zugang zu regionalen Märkten und Kundenclustern.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Stärken

MTU Aero Engines verfügt über mehrere ausgeprägte Alleinstellungsmerkmale im internationalen Triebwerksmarkt. Dazu zählen:
  • Spezialisierung auf hochkomplexe Module wie Hochdruckverdichter und Niederdruckturbinen mit hoher thermischer und mechanischer Belastung
  • Langjährige Systemkompetenz in der Auslegung, Simulation und Fertigung moderner Triebwerksarchitekturen
  • Starke Position im MRO-Bereich mit OEM-nahen und unabhängigen Serviceangeboten
  • Erprobte Fähigkeiten im Lebenszyklusmanagement von Triebwerken, inklusive Kostentransparenz und Planbarkeit für Airline-Kunden
Technologisch hebt sich MTU durch die Anwendung fortschrittlicher Fertigungsverfahren wie additive Fertigung, hochpräzise Beschichtungstechnologien und innovative Kühlkonzepte für Turbinenbauteile ab. Die Einbindung in moderne Triebwerksfamilien der großen OEMs ermöglicht MTU, neue Technologien frühzeitig in Serienreife zu bringen und Skalierungsvorteile zu erzielen. Diese Kombination aus Komponenten-Exzellenz und Servicekompetenz verleiht dem Unternehmen ein Profil, das sich im Wettbewerbsumfeld nur schwer replizieren lässt.

Burggräben und strukturelle Wettbewerbsvorteile

Die Burggräben von MTU Aero Engines resultieren aus mehreren strukturellen Besonderheiten der Triebwerksindustrie. Zentrale Schutzmechanismen sind:
  • Hohe Eintrittsbarrieren durch Zertifizierungen, sicherheitskritische Zulassungsverfahren und regulatorische Anforderungen
  • Lange Entwicklungszyklen und hohe Vorlaufkosten, die nur durch jahrzehntelange Serviceerlöse amortisiert werden
  • Starke Lock-in-Effekte durch Programmteilnahmen mit fest definierten Marktanteilen pro Triebwerkstyp
  • Technologie-Know-how in Nischen mit begrenzter Zahl kompetenter Anbieter
Zusätzlich wirken sich das dichte Netzwerk an OEM-Partnerschaften, die Integration in globale Lieferketten und die hohen Anforderungen an Qualität und Zuverlässigkeit als natürliche Markteintrittsbarrieren aus. Die Trägheit bei der Neuzulassung alternativer Lieferanten und die hohe sicherheitsrelevante Verantwortung stabilisieren die Marktposition bestehender Akteure wie MTU. Reputationskapital und nachgewiesene Zuverlässigkeit fungieren damit als immaterielle Schutzschilde gegenüber neuen Wettbewerbern.

Wettbewerbsumfeld und Vergleichsunternehmen

MTU Aero Engines agiert in einem oligopolistisch geprägten Markt mit wenigen großen Systemanbietern und spezialisierten Zulieferern. Zu den wichtigsten internationalen Wettbewerbern und Partnern zählen:
  • Pratt & Whitney (RTX-Konzern) als großer OEM im zivilen und militärischen Triebwerksbereich
  • GE Aerospace als dominanter Anbieter für Verkehrsflugzeugtriebwerke und Gasturbinen
  • Rolls-Royce mit starker Position im Langstrecken- und Militärsegment
  • Safran Aircraft Engines als zentraler Akteur bei Schmalrumpf- und Regionalflugzeugen
Im MRO-Segment tritt MTU neben den OEMs auch gegen unabhängige Serviceanbieter und Airline-eigene Wartungseinheiten an. Die Wettbewerbssituation ist geprägt von:
  • Langlebigen Programmpartnerschaften mit geteilten Risiko- und Erlösstrukturen
  • Zunehmendem Preisdruck im Aftermarket-Geschäft
  • Technologischer Konkurrenz hinsichtlich Treibstoffeffizienz und Emissionsreduktion
Für institutionelle und private Anleger erscheint MTU eher als spezialisierter Systempartner der großen OEMs denn als direkter Vollsortimentskonkurrent. Diese Rolle reduziert das direkte Substitutionsrisiko, macht das Unternehmen jedoch abhängig von Programmentscheidungen der Großkunden.

Management, Governance und Strategieumsetzung

Die Unternehmensführung von MTU Aero Engines ist auf langfristige Programmplanung, technologische Kontinuität und ein robustes Risikomanagement zugeschnitten. Der Vorstand kombiniert in der Regel technisches Engineering-Know-how mit luftfahrtspezifischer Industrieerfahrung und finanzwirtschaftlicher Steuerungskompetenz. Wichtige strategische Leitlinien sind:
  • Portfolio-Steuerung über den gesamten Lebenszyklus von Triebwerksprogrammen
  • Strikte Kostendisziplin in Entwicklung und Fertigung
  • Ausbau des Serviceanteils zur Ergebnenglättung über Konjunkturzyklen hinweg
  • Enges Stakeholder-Management mit OEM-Partnern, Regulierungsbehörden und militärischen Auftraggebern
Corporate-Governance-Strukturen orientieren sich an internationalen Standards börsennotierter Industrieunternehmen. Für konservative Anleger ist insbesondere die konsequente Ausrichtung des Managements auf Risiko-Sharing, Programmdiversifikation und bilanzielle Solidität von Bedeutung, um die inhärenten Programmbündelrisiken der Luftfahrtindustrie abzufedern.

Branchen- und Regionalanalyse

MTU Aero Engines ist in der globalen Luftfahrt- und Rüstungsindustrie verankert, mit einer starken Basis in Europa und einer breiten internationalen Präsenz. Die zivile Luftfahrtbranche unterliegt langfristigen Wachstumstreibern wie zunehmender Luftverkehrsnachfrage, Flottenmodernisierung und Effizienzanforderungen, steht aber gleichzeitig unter Druck durch Konjunkturschwankungen, geopolitische Spannungen und Regulierungen zur CO2-Reduktion. Im militärischen Bereich profitiert MTU von steigenden Verteidigungsetats in Europa und ausgewählten NATO-Ländern, gleichzeitig bestehen politische und exportrechtliche Abhängigkeiten. Regional ist die Aktivität besonders in:
  • Europa mit Fokus auf Deutschland als Entwicklungs- und Fertigungsstandort sowie zentrale Plattform für militärische Programme
  • Nordamerika als wichtiger Markt für zivile Triebwerksprogramme und MRO-Dienstleistungen
  • Asien-Pazifik als Wachstumsregion der zivilen Luftfahrt mit steigenden Flottengrößen und hohem Servicebedarf
Die Branche zeichnet sich durch hohe Zyklizität, starke Regulierungsintensität und zunehmende Nachhaltigkeitsanforderungen aus. Gleichzeitig bietet sie aufgrund der langen Lebenszyklen und hohen Markteintrittsbarrieren eine strukturelle Stabilität für etablierte Akteure wie MTU.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Die Wurzeln von MTU Aero Engines reichen bis in die Anfänge des deutschen Triebwerksbaus im 20. Jahrhundert zurück. Aus Vorgängerstrukturen der Motoren- und Triebwerksproduktion entwickelte sich über mehrere Jahrzehnte ein eigenständiger Spezialist für Luftfahrtantriebe. Im Zuge von Konzernumstrukturierungen innerhalb der deutschen Industrie wurde MTU schließlich als eigenständige Einheit positioniert und weiterentwickelt. Die spätere Börsennotierung markierte den Übergang zu einer Kapitalmarkt-orientierten Steuerung, bei der die Rolle als international vernetzter Technologie- und Serviceanbieter konsequent ausgebaut wurde. Über strategische Partnerschaften mit globalen OEMs und gezielte Investitionen in MRO-Standorte entwickelte sich MTU von einem vorwiegend nationalen Anbieter zu einem global agierenden Triebwerks- und Servicehaus. Die Unternehmensgeschichte ist geprägt von technologischen Sprüngen, dem Wandel von rein militärisch geprägten Auftragsstrukturen hin zu einem starken zivilen Standbein und einer kontinuierlichen Internationalisierung des Geschäftsmodells.

Besonderheiten und aktuelle Schwerpunkte

Eine Besonderheit von MTU Aero Engines liegt in der Doppelrolle als Hochtechnologie-Zulieferer und Serviceanbieter mit direktem Zugang zu Airline-Kunden. Das Unternehmen bewegt sich damit an der Schnittstelle von OEM-getriebenen Innovationszyklen und operativen Anforderungen der Fluggesellschaften. Besondere Schwerpunkte bestehen aktuell in:
  • Programmen der neuesten Triebwerksgeneration mit Fokus auf Treibstoffeffizienz und Emissionsreduktion
  • Der Weiterentwicklung von Maintenance-Konzepten auf Basis von Datenanalytik und zustandsbasierter Instandhaltung
  • Forschung an alternativen Antriebskonzepten und nachhaltigen Flugkraftstoffen im Rahmen der Dekarbonisierung der Luftfahrt
  • Stärkung der Resilienz von Lieferketten und Produktionsnetzwerken angesichts geopolitischer und logistischer Herausforderungen
Gleichzeitig steht das Unternehmen unter der Notwendigkeit, eventuelle technische Herausforderungen einzelner Triebwerksprogramme, regulatorische Anpassungen und veränderte Auslieferungsraten der Flugzeughersteller operativ und finanziell zu bewältigen. Die Fähigkeit, diese Themen früh zu adressieren, ist ein zentraler Wettbewerbsfaktor.

Chancen für konservative Anleger

Für konservativ orientierte Investoren ergeben sich bei MTU Aero Engines mehrere strukturelle Chancen, die aus dem Geschäftsmodell und der Branchenlogik abgeleitet werden können:
  • Lange Programm- und Produktlebenszyklen mit planbaren Aftermarket-Erlösen über Jahrzehnte
  • Hohe Eintrittsbarrieren und konzentrierte Wettbewerbslandschaft, die stabile Marktanteile ermöglicht
  • Breite Diversifikation über zivile und militärische Programme sowie unterschiedliche Triebwerksplattformen
  • Wachstumsperspektiven durch globale Flottenmodernisierung und steigenden Wartungsbedarf
  • Teilnahme an technologischen Trends hin zu effizienteren und emissionsärmeren Antrieben
Aus Risiko- und Ertragssicht ist besonders der MRO-Bereich als potenziell stabilisierende Komponente hervorzuheben, da er im Vergleich zur Neuproduktion weniger stark von kurzfristigen Bestellzyklen abhängt und einen hohen Anteil wiederkehrender Umsätze generieren kann. Für Anleger mit langfristigem Anlagehorizont kann die Kombination aus Technologie-Know-how, Serviceorientierung und globaler Aufstellung attraktiv sein, sofern eine sorgfältige Beobachtung der Programmentwicklung und der regulatorischen Rahmenbedingungen erfolgt.

Risiken und wesentliche Unsicherheiten

Dem gegenüber stehen substanzielle Risiken, die gerade für sicherheitsorientierte Anleger von Bedeutung sind. Zentrale Risikofaktoren umfassen:
  • Programmrisiken bei einzelnen Triebwerksfamilien, etwa durch technische Probleme, Verzögerungen oder geänderte Auslieferungspläne der Flugzeughersteller
  • Abhängigkeit von wenigen großen OEM-Partnern und deren strategischen Entscheidungen
  • Konjunktur- und krisenbedingte Schwankungen im weltweiten Luftverkehr, die sowohl Neugeschäft als auch MRO-Nachfrage beeinflussen
  • Regulatorische und politische Risiken im militärischen Geschäft, inklusive Exportbeschränkungen und Verteidigungsbudget-Änderungen
  • Technologische Disruptionen durch alternative Antriebskonzepte und strengere Klimaschutzauflagen, die Anpassungsdruck erzeugen
  • Währungs-, Zins- und Kostenrisiken im globalen Produktions- und Service-Netzwerk
Für konservative Investoren ist eine sorgfältige Analyse der Programmdiversifikation, der Risikoteilungsvereinbarungen mit OEMs und der finanziellen Puffer zur Bewältigung unerwarteter Belastungen zentral. Eine rein vergangenheitsorientierte Betrachtung reicht in dieser Branche nicht aus; entscheidend sind die künftige Programmpipeline, die Innovationsfähigkeit und das Risikomanagement. Vor diesem Hintergrund sollte eine Anlageentscheidung in MTU Aero Engines immer im Kontext der individuellen Risikotragfähigkeit und der gewünschten Portfolio-Diversifikation getroffen werden, ohne pauschale Handlungsempfehlungen abzuleiten.
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Ausgewählte Hebelprodukte

Kurs
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Hebel
Geld/Brief
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Typ
Hebel
Geld/Brief
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389,30 €
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UJ6AVZ
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Kursdaten

Geld/Brief -   / -  
Spread -
Schluss Vortag 381,60 €
Gehandelte Stücke 99.009
Tagesvolumen Vortag 43.571.945 €
Tagestief 381,10 €
Tageshoch 389,90 €
52W-Tief 249,60 €
52W-Hoch 399,50 €
Jahrestief 355,00 €
Jahreshoch 397,00 €

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Nachrichtenlage zusammengefasst: Warum ist die MTU Aero Engines Aktie heute gestiegen?

  • MTU Aero Engines AG verzeichnete kürzlich optimistische Marktentwicklungen, die das Wachstumspotenzial des Unternehmens untermauern.
  • In der letzten Woche gab es mehrere Stimmen von Analysten, die die zukünftigen Einnahmen von MTU auf Basis neuer Aufträge positiv bewerten.
  • Das Unternehmen hat anlässlich einer Investorenveranstaltung strategische Pläne vorgestellt, die auf eine Erweiterung der Produktionskapazitäten abzielen.
  • Analysten heben hervor, dass die Nachfrage nach Triebwerken im zivilen Sektor steigen könnte, was sich günstig auf die Umsätze von MTU auswirken sollte.
Hinweis

Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 7.411 €
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 813,00 €
Jahresüberschuss in Mio. 642,00 €
Umsatz je Aktie 132,67 €
Gewinn je Aktie 11,33 €
Gewinnrendite +19,16%
Umsatzrendite +8,54%
Return on Investment +5,14%
Marktkapitalisierung in Mio. 17.987 €
KGV (Kurs/Gewinn) 28,42
KBV (Kurs/Buchwert) 5,35
KUV (Kurs/Umsatz) 2,43
Eigenkapitalrendite +18,82%
Eigenkapitalquote +26,94%

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Typ Call
Hebel 5,57
Geld/Brief 6,92 / 6,98 €
Knock-Out 319,31 €
Laufzeitende open end
WKN UJ6AVZ

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Derivate

Anlageprodukte (161)
Bonus-Zertifikate 57
Discount-Zertifikate 56
Aktienanleihen 48
Hebelprodukte (473)
Knock-Outs 199
Faktor-Zertifikate 168
Optionsscheine 106
Alle Derivate

Dividenden Kennzahlen

Auszahlungen/Jahr 1
Gesteigert seit 1 Jahr
Keine Senkung seit 1 Jahr
Stabilität der Dividende 0,62 (max 1,00)
Jährlicher 15,17% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs 2,9% (10 Jahre)
Ausschüttungs- 12,7% (auf den Gewinn/FFO)
quote 35,2% (auf den Free Cash Flow)
Erwartete Dividendensteigerung 39,55%

Dividenden Historie

Datum Dividende
09.05.2025 2,20 €
09.05.2024 2,00 €
12.05.2023 3,20 €
06.05.2022 2,10 €
22.04.2021 1,25 €
06.08.2020 0,040 €
12.04.2019 2,85 €
12.04.2018 2,30 €
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Termine

24.03.2026 Veröffentlichung Geschäftsbericht 2025
31.03.2026 Quartalsmitteilung
30.04.2026 Veröffentlichung Quartalsmitteilung, Telefonkonferenzen zum Ergebnis aus dem 1. Quartal 2026
07.05.2026 Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2025
Quelle: EQS

Prognose & Kursziel

Die MTU Aero Engines Aktie wird von Analysten als fair bewertet eingestuft.
Ø Kursziel Akt. Kurs Abstand
421,60 € 382,40 € +10,25%

Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 386,70 € +1,58%
380,70 € 13.01.26
Frankfurt 387,90 € +1,73%
381,30 € 13.01.26
Hamburg 387,90 € +0,62%
385,50 € 13.01.26
Hannover 381,10 € -1,14%
385,50 € 13.01.26
München 382,80 € +0,29%
381,70 € 13.01.26
Stuttgart 386,90 € +1,50%
381,20 € 13.01.26
Xetra 389,30 € +2,02%
381,60 € 13.01.26
L&S RT 387,70 € +1,60%
381,60 € 13.01.26
Wien 389,10 € +1,83%
382,10 € 13.01.26
Nasdaq OTC Other 442,851 $ -3,58%
459,298 $ 13.01.26
Tradegate 386,60 € +1,23%
381,90 € 13.01.26
Quotrix 386,10 € +1,05%
382,10 € 13.01.26
Gettex 388,70 € +1,54%
382,80 € 13.01.26
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
13.01.26 384,90 15,8 M
12.01.26 381,60 43,6 M
09.01.26 383,80 45,2 M
08.01.26 391,00 54,6 M
07.01.26 394,90 60,4 M
06.01.26 383,10 54,7 M
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 383,10 € +0,47%
1 Monat 352,60 € +9,16%
6 Monate 383,00 € +0,50%
1 Jahr 324,10 € +18,76%
5 Jahre 205,80 € +87,03%

Unternehmensprofil MTU Aero Engines AG

Die MTU Aero Engines AG mit Sitz in München zählt zu den führenden unabhängigen Triebwerksherstellern und Instandhaltungsanbietern der zivilen und militärischen Luftfahrtindustrie. Das Unternehmen agiert als technologischer Partner nahezu aller großen OEMs im Triebwerksbau und ist in zahlreichen internationalen Triebwerksprogrammen als Risikoteilhaber engagiert. MTU fokussiert sich auf die Entwicklung, Fertigung und Instandhaltung von Hochdruckverdichtern, Niederdruckturbinen, Turbinenzwischengehäusen und Komponenten für stationäre Gasturbinen sowie auf ein breit gefächertes Service-Portfolio. Die starke Stellung im Aftermarket-Geschäft, langfristige Programmbeteiligungen und ein hoher Anteil wiederkehrender Erlöse prägen das Profil als Luftfahrtzulieferer mit ausgeprägtem Technologie- und Servicefokus.

Geschäftsmodell und Wertschöpfung

Das Geschäftsmodell von MTU Aero Engines basiert auf der Kombination aus Triebwerksentwicklung, Komponentenfertigung und langfristig ausgerichteten Maintenance-, Repair- und Overhaul-Dienstleistungen (MRO). MTU tritt in vielen zivilen Triebwerksprogrammen als Risikoteilnehmer auf und beteiligt sich an Entwicklungskosten, Fertigung und Serviceerlösen über den gesamten Lebenszyklus eines Triebwerks. Die Wertschöpfungskette umfasst im Wesentlichen:
  • Entwicklung und Konstruktion hochbelasteter Triebwerksmodule und -komponenten
  • Serienfertigung von Verdichtern, Turbinenstufen und Bauteilen aus Hochtemperaturwerkstoffen
  • Lifecycle-Management von Triebwerken inklusive Wartung, Überholung und Ersatzteilversorgung
  • Kooperationen und Joint Ventures im Servicegeschäft zur globalen Marktabdeckung
Charakteristisch für das Geschäftsmodell sind lange Programmzyklen, hohe Eintrittsbarrieren durch Zertifizierungen und Technologieanforderungen sowie eine starke Bindung der Airline-Kunden über Wartungs- und Serviceverträge. MTU erzielt dadurch über Jahrzehnte verteilte Cashflows aus einmaligen Entwicklungsinvestitionen und führt das operative Geschäft mit einem Fokus auf Kapazitätsauslastung, Effizienz und Engineering-Kompetenz.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von MTU Aero Engines ist auf die Bereitstellung effizienter, sicherer und zunehmend klimaverträglicher Antriebslösungen für die zivile und militärische Luftfahrt ausgerichtet. Im Mittelpunkt stehen die technologische Führerschaft in Schlüsselkomponenten, die Senkung von Emissionen und Lärm sowie die Optimierung der Betriebskosten für Fluggesellschaften und staatliche Betreiber. Strategisch verfolgt das Management eine mehrsäulige Ausrichtung:
  • Ausbau der Position in zivilen Standardrumpf- und Regionalflugzeugprogrammen über Beteiligungen an Triebwerken der neuesten Generation
  • Stärkung des margenstarken MRO-Geschäfts als stabilisierender Faktor im Konjunkturverlauf
  • Weiterentwicklung militärischer Triebwerkskompetenzen als strategischer Partner von Luftwaffe und NATO-Partnern
  • Investitionen in Zukunftstechnologien wie Wasserstoff-fähige Antriebe, Hybrid-Electric-Konzepte und neue Werkstoff- und Fertigungsverfahren
Die Mission verbindet damit Ingenieurtradition mit einer längerfristigen Dekarbonisierungsagenda der Luftfahrtindustrie, ohne die wirtschaftliche Rationalität des Kerngeschäfts aus den Augen zu verlieren.

Produkte und Dienstleistungen

MTU Aero Engines bietet ein breites Spektrum an Produkten und Services entlang des Lebenszyklus eines Luftfahrttriebwerks. Die Schwerpunkte liegen in:
  • Zivilen Flugzeugtriebwerken für Kurz-, Mittel- und Langstreckenflugzeuge, Regionaljets und Geschäftsreiseflugzeuge
  • Militärischen Triebwerken für Kampfflugzeuge, Transporter und Hubschrauber
  • Komponenten für industrielle und stationäre Gasturbinen
Im Dienstleistungsbereich adressiert MTU insbesondere:
  • Maintenance, Repair and Overhaul (MRO) für eine große Bandbreite ziviler Triebwerkstypen
  • Overhaul-Management, Flottenmanagement und zustandsorientierte Instandhaltung
  • Engineering-Services, Modifikationen und Upgrades zur Effizienzsteigerung
  • Ersatzteil- und Komponentenmanagement inklusive Leasing-Lösungen
Ein zentrales Angebotsmerkmal ist die Fähigkeit, OEM-nahe Instandhaltungskonzepte mit unabhängigen Serviceangeboten für Airlines zu verbinden. Dies erlaubt Kunden wahlweise OEM-gebundene oder flexiblere Wartungsstrategien, unter Wahrung der regulatorischen Vorgaben und Sicherheitsstandards.

Business Units und organisatorische Struktur

Operativ gliedert sich MTU Aero Engines im Wesentlichen in zwei große Geschäftsbereiche, die jeweils eigenständige Marktlogiken aufweisen:
  • OEM-Geschäft (Original Equipment Manufacturer): Entwicklung und Produktion von Triebwerksmodulen und -komponenten für zivile und militärische Programme, Teilnahme an internationalen Konsortien sowie Beteiligungen an Triebwerks-Joint-Ventures.
  • MRO-Geschäft: Instandhaltung, Reparatur und Überholung ziviler Triebwerke, inklusive eines Netzwerks eigener Standorte und kooperativer Plattformen im In- und Ausland.
Daneben bestehen Spezialisierungen nach Standorten, etwa mit Entwicklungs- und Fertigungsschwerpunkten in Deutschland sowie MRO-Zentren in Europa, Asien und Nordamerika. Die Struktur ist auf Skaleneffekte in der Serienfertigung, hohe Auslastung im Servicebereich und eine enge Verzahnung von Engineering und Betrieb ausgerichtet. Strategische Partnerschaften und Joint Ventures sichern den Zugang zu regionalen Märkten und Kundenclustern.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Stärken

MTU Aero Engines verfügt über mehrere ausgeprägte Alleinstellungsmerkmale im internationalen Triebwerksmarkt. Dazu zählen:
  • Spezialisierung auf hochkomplexe Module wie Hochdruckverdichter und Niederdruckturbinen mit hoher thermischer und mechanischer Belastung
  • Langjährige Systemkompetenz in der Auslegung, Simulation und Fertigung moderner Triebwerksarchitekturen
  • Starke Position im MRO-Bereich mit OEM-nahen und unabhängigen Serviceangeboten
  • Erprobte Fähigkeiten im Lebenszyklusmanagement von Triebwerken, inklusive Kostentransparenz und Planbarkeit für Airline-Kunden
Technologisch hebt sich MTU durch die Anwendung fortschrittlicher Fertigungsverfahren wie additive Fertigung, hochpräzise Beschichtungstechnologien und innovative Kühlkonzepte für Turbinenbauteile ab. Die Einbindung in moderne Triebwerksfamilien der großen OEMs ermöglicht MTU, neue Technologien frühzeitig in Serienreife zu bringen und Skalierungsvorteile zu erzielen. Diese Kombination aus Komponenten-Exzellenz und Servicekompetenz verleiht dem Unternehmen ein Profil, das sich im Wettbewerbsumfeld nur schwer replizieren lässt.

Burggräben und strukturelle Wettbewerbsvorteile

Die Burggräben von MTU Aero Engines resultieren aus mehreren strukturellen Besonderheiten der Triebwerksindustrie. Zentrale Schutzmechanismen sind:
  • Hohe Eintrittsbarrieren durch Zertifizierungen, sicherheitskritische Zulassungsverfahren und regulatorische Anforderungen
  • Lange Entwicklungszyklen und hohe Vorlaufkosten, die nur durch jahrzehntelange Serviceerlöse amortisiert werden
  • Starke Lock-in-Effekte durch Programmteilnahmen mit fest definierten Marktanteilen pro Triebwerkstyp
  • Technologie-Know-how in Nischen mit begrenzter Zahl kompetenter Anbieter
Zusätzlich wirken sich das dichte Netzwerk an OEM-Partnerschaften, die Integration in globale Lieferketten und die hohen Anforderungen an Qualität und Zuverlässigkeit als natürliche Markteintrittsbarrieren aus. Die Trägheit bei der Neuzulassung alternativer Lieferanten und die hohe sicherheitsrelevante Verantwortung stabilisieren die Marktposition bestehender Akteure wie MTU. Reputationskapital und nachgewiesene Zuverlässigkeit fungieren damit als immaterielle Schutzschilde gegenüber neuen Wettbewerbern.

Wettbewerbsumfeld und Vergleichsunternehmen

MTU Aero Engines agiert in einem oligopolistisch geprägten Markt mit wenigen großen Systemanbietern und spezialisierten Zulieferern. Zu den wichtigsten internationalen Wettbewerbern und Partnern zählen:
  • Pratt & Whitney (RTX-Konzern) als großer OEM im zivilen und militärischen Triebwerksbereich
  • GE Aerospace als dominanter Anbieter für Verkehrsflugzeugtriebwerke und Gasturbinen
  • Rolls-Royce mit starker Position im Langstrecken- und Militärsegment
  • Safran Aircraft Engines als zentraler Akteur bei Schmalrumpf- und Regionalflugzeugen
Im MRO-Segment tritt MTU neben den OEMs auch gegen unabhängige Serviceanbieter und Airline-eigene Wartungseinheiten an. Die Wettbewerbssituation ist geprägt von:
  • Langlebigen Programmpartnerschaften mit geteilten Risiko- und Erlösstrukturen
  • Zunehmendem Preisdruck im Aftermarket-Geschäft
  • Technologischer Konkurrenz hinsichtlich Treibstoffeffizienz und Emissionsreduktion
Für institutionelle und private Anleger erscheint MTU eher als spezialisierter Systempartner der großen OEMs denn als direkter Vollsortimentskonkurrent. Diese Rolle reduziert das direkte Substitutionsrisiko, macht das Unternehmen jedoch abhängig von Programmentscheidungen der Großkunden.

Management, Governance und Strategieumsetzung

Die Unternehmensführung von MTU Aero Engines ist auf langfristige Programmplanung, technologische Kontinuität und ein robustes Risikomanagement zugeschnitten. Der Vorstand kombiniert in der Regel technisches Engineering-Know-how mit luftfahrtspezifischer Industrieerfahrung und finanzwirtschaftlicher Steuerungskompetenz. Wichtige strategische Leitlinien sind:
  • Portfolio-Steuerung über den gesamten Lebenszyklus von Triebwerksprogrammen
  • Strikte Kostendisziplin in Entwicklung und Fertigung
  • Ausbau des Serviceanteils zur Ergebnenglättung über Konjunkturzyklen hinweg
  • Enges Stakeholder-Management mit OEM-Partnern, Regulierungsbehörden und militärischen Auftraggebern
Corporate-Governance-Strukturen orientieren sich an internationalen Standards börsennotierter Industrieunternehmen. Für konservative Anleger ist insbesondere die konsequente Ausrichtung des Managements auf Risiko-Sharing, Programmdiversifikation und bilanzielle Solidität von Bedeutung, um die inhärenten Programmbündelrisiken der Luftfahrtindustrie abzufedern.

Branchen- und Regionalanalyse

MTU Aero Engines ist in der globalen Luftfahrt- und Rüstungsindustrie verankert, mit einer starken Basis in Europa und einer breiten internationalen Präsenz. Die zivile Luftfahrtbranche unterliegt langfristigen Wachstumstreibern wie zunehmender Luftverkehrsnachfrage, Flottenmodernisierung und Effizienzanforderungen, steht aber gleichzeitig unter Druck durch Konjunkturschwankungen, geopolitische Spannungen und Regulierungen zur CO2-Reduktion. Im militärischen Bereich profitiert MTU von steigenden Verteidigungsetats in Europa und ausgewählten NATO-Ländern, gleichzeitig bestehen politische und exportrechtliche Abhängigkeiten. Regional ist die Aktivität besonders in:
  • Europa mit Fokus auf Deutschland als Entwicklungs- und Fertigungsstandort sowie zentrale Plattform für militärische Programme
  • Nordamerika als wichtiger Markt für zivile Triebwerksprogramme und MRO-Dienstleistungen
  • Asien-Pazifik als Wachstumsregion der zivilen Luftfahrt mit steigenden Flottengrößen und hohem Servicebedarf
Die Branche zeichnet sich durch hohe Zyklizität, starke Regulierungsintensität und zunehmende Nachhaltigkeitsanforderungen aus. Gleichzeitig bietet sie aufgrund der langen Lebenszyklen und hohen Markteintrittsbarrieren eine strukturelle Stabilität für etablierte Akteure wie MTU.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Die Wurzeln von MTU Aero Engines reichen bis in die Anfänge des deutschen Triebwerksbaus im 20. Jahrhundert zurück. Aus Vorgängerstrukturen der Motoren- und Triebwerksproduktion entwickelte sich über mehrere Jahrzehnte ein eigenständiger Spezialist für Luftfahrtantriebe. Im Zuge von Konzernumstrukturierungen innerhalb der deutschen Industrie wurde MTU schließlich als eigenständige Einheit positioniert und weiterentwickelt. Die spätere Börsennotierung markierte den Übergang zu einer Kapitalmarkt-orientierten Steuerung, bei der die Rolle als international vernetzter Technologie- und Serviceanbieter konsequent ausgebaut wurde. Über strategische Partnerschaften mit globalen OEMs und gezielte Investitionen in MRO-Standorte entwickelte sich MTU von einem vorwiegend nationalen Anbieter zu einem global agierenden Triebwerks- und Servicehaus. Die Unternehmensgeschichte ist geprägt von technologischen Sprüngen, dem Wandel von rein militärisch geprägten Auftragsstrukturen hin zu einem starken zivilen Standbein und einer kontinuierlichen Internationalisierung des Geschäftsmodells.

Besonderheiten und aktuelle Schwerpunkte

Eine Besonderheit von MTU Aero Engines liegt in der Doppelrolle als Hochtechnologie-Zulieferer und Serviceanbieter mit direktem Zugang zu Airline-Kunden. Das Unternehmen bewegt sich damit an der Schnittstelle von OEM-getriebenen Innovationszyklen und operativen Anforderungen der Fluggesellschaften. Besondere Schwerpunkte bestehen aktuell in:
  • Programmen der neuesten Triebwerksgeneration mit Fokus auf Treibstoffeffizienz und Emissionsreduktion
  • Der Weiterentwicklung von Maintenance-Konzepten auf Basis von Datenanalytik und zustandsbasierter Instandhaltung
  • Forschung an alternativen Antriebskonzepten und nachhaltigen Flugkraftstoffen im Rahmen der Dekarbonisierung der Luftfahrt
  • Stärkung der Resilienz von Lieferketten und Produktionsnetzwerken angesichts geopolitischer und logistischer Herausforderungen
Gleichzeitig steht das Unternehmen unter der Notwendigkeit, eventuelle technische Herausforderungen einzelner Triebwerksprogramme, regulatorische Anpassungen und veränderte Auslieferungsraten der Flugzeughersteller operativ und finanziell zu bewältigen. Die Fähigkeit, diese Themen früh zu adressieren, ist ein zentraler Wettbewerbsfaktor.

Chancen für konservative Anleger

Für konservativ orientierte Investoren ergeben sich bei MTU Aero Engines mehrere strukturelle Chancen, die aus dem Geschäftsmodell und der Branchenlogik abgeleitet werden können:
  • Lange Programm- und Produktlebenszyklen mit planbaren Aftermarket-Erlösen über Jahrzehnte
  • Hohe Eintrittsbarrieren und konzentrierte Wettbewerbslandschaft, die stabile Marktanteile ermöglicht
  • Breite Diversifikation über zivile und militärische Programme sowie unterschiedliche Triebwerksplattformen
  • Wachstumsperspektiven durch globale Flottenmodernisierung und steigenden Wartungsbedarf
  • Teilnahme an technologischen Trends hin zu effizienteren und emissionsärmeren Antrieben
Aus Risiko- und Ertragssicht ist besonders der MRO-Bereich als potenziell stabilisierende Komponente hervorzuheben, da er im Vergleich zur Neuproduktion weniger stark von kurzfristigen Bestellzyklen abhängt und einen hohen Anteil wiederkehrender Umsätze generieren kann. Für Anleger mit langfristigem Anlagehorizont kann die Kombination aus Technologie-Know-how, Serviceorientierung und globaler Aufstellung attraktiv sein, sofern eine sorgfältige Beobachtung der Programmentwicklung und der regulatorischen Rahmenbedingungen erfolgt.

Risiken und wesentliche Unsicherheiten

Dem gegenüber stehen substanzielle Risiken, die gerade für sicherheitsorientierte Anleger von Bedeutung sind. Zentrale Risikofaktoren umfassen:
  • Programmrisiken bei einzelnen Triebwerksfamilien, etwa durch technische Probleme, Verzögerungen oder geänderte Auslieferungspläne der Flugzeughersteller
  • Abhängigkeit von wenigen großen OEM-Partnern und deren strategischen Entscheidungen
  • Konjunktur- und krisenbedingte Schwankungen im weltweiten Luftverkehr, die sowohl Neugeschäft als auch MRO-Nachfrage beeinflussen
  • Regulatorische und politische Risiken im militärischen Geschäft, inklusive Exportbeschränkungen und Verteidigungsbudget-Änderungen
  • Technologische Disruptionen durch alternative Antriebskonzepte und strengere Klimaschutzauflagen, die Anpassungsdruck erzeugen
  • Währungs-, Zins- und Kostenrisiken im globalen Produktions- und Service-Netzwerk
Für konservative Investoren ist eine sorgfältige Analyse der Programmdiversifikation, der Risikoteilungsvereinbarungen mit OEMs und der finanziellen Puffer zur Bewältigung unerwarteter Belastungen zentral. Eine rein vergangenheitsorientierte Betrachtung reicht in dieser Branche nicht aus; entscheidend sind die künftige Programmpipeline, die Innovationsfähigkeit und das Risikomanagement. Vor diesem Hintergrund sollte eine Anlageentscheidung in MTU Aero Engines immer im Kontext der individuellen Risikotragfähigkeit und der gewünschten Portfolio-Diversifikation getroffen werden, ohne pauschale Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 19,03 Mrd. €
Aktienanzahl 53,79 Mio.
Streubesitz 23,04%
Währung EUR
Land Deutschland
Sektor Industrie
Branche Luft- u. Raumfahrt u. Verteidigung
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+76,96% Weitere
+23,04% Streubesitz

Community-Beiträge zu MTU Aero Engines AG

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  • Aktuellste Threads

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Die Diskussion dreht sich stark um den jüngsten Kursverlauf, wobei die Aktie nach einem schnellen Anstieg mehrfach an der rund 400‑Euro‑Marke abgeprallt ist, als kurzfristig überhitzt beurteilt wird und Teilnehmer Gewinnmitnahmen (teils +13 %) sowie potenzielle Rücksetzer bis etwa 365–375 Euro oder als Tiefziel 350 Euro erwarten.
  • Fundamentale Nachrichten — darunter die Emission einer neuen Wandelanleihe zur Rückzahlung einer älteren Schuldverschreibung, Großaufträge von der Luftfahrtmesse in Dubai, neunmonatige Zahlen und Analystenhochstufungen (z. B. DZ Bank 410 €, Barclays 400 €) — werden zwar positiv bewertet, haben aber bislang nur verhaltene Kursreaktionen ausgelöst.
  • Als Risiken und Treiber werden kurzfristig geopolitische Ereignisse (Venezuela, Grönland), anhaltende Probleme beim PW1100G mit hoher Wartungsbelastung und eine mögliche technische Korrektur genannt; viele Teilnehmer sichern daher aktuell Gewinne und behalten die Aktie auf der Watchlist, sehen jedoch langfristig Chancen durch steigende Rüstungsausgaben und solide Unternehmensperspektiven.
Hinweis
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Robin
Test
der Euro 74,60 - 75 ????
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Radelfan
Rekordgewinn (vorläufig) in 2015!
Wartungsgeschäft treibt MTU-Gewinn auf Rekordniveau
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Ein starkes Wartungsgeschäft und der starke US-Dollar haben dem Münchner Triebwerksbauer MTU im vergangenen Jahr kräftigen Rückenwind beschert. Der operative Gewinn (bereinigtes
Es ist nicht ausgeschlossen, dass mein Text auch eine Spur von Ironie enthält.
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proxima
Gute Aussichten
Nur ein Boom im Wartungs- und Ersatzteilgeschäft lässt den MTU im kommenden Jahr auf mehr Gewinn hoffen. Die beiden Bereiche sollten den Konzerngewinn 2016 weiter nach oben treiben, kündigte Vorstandschef Reiner Winkler am Mittwoch beim Investorentag in London an. Der Wartungsumsatz dürfte im hohen einstelligen Prozentbereich zulegen, der Ersatzteilumsatz nur um einen niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentsatz. Beim Verkauf von Triebwerken für neue Flugzeuge und das Militärgeschäft erwartet Winkler hingegen stagnierende Erlöse. Für konzernweit steigende Gewinnspannen müssen sich die Anteilseigner daher noch gedulden. Ab 2018 erwartet MTU dann einen starken Umsatzzuwachs im Ersatzteil- und Wartungsgeschäft, an dem das Unternehmen am meisten verdient. Die Produktionsausweitung bei den Airbus-Mittelstreckenjets (Airbus Group SE Aktie) lässt MTU zusätzlich frohlocken: Der Flugzeugbauer will die Produktion der A320-Modellfamilie bis Mitte 2019 von derzeit mindestens 42 auf dann 60 Maschinen pro Monat hochfahren. MTU baut einen Teil der Getriebefan-Triebwerke für die modernisierte Neuauflage Airbus A320neo, die bis zu 20 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen soll als das Vorgängermodell A320. "Mit diesem Produktmix erzielen wir mittel- bis langfristig steigende Ergebnismargen", sagte Winkler. Bis 2017 belaste der Hochlauf der Getriebefan-Produktion allerdings das Ergebnis. Für das laufende Jahr hält der MTU-Vorstand unterdessen an seiner Prognose fest. Der Umsatz soll von 3,9 Milliarden Euro im Vorjahr auf 4,6 Milliarden Euro steigen. Der bereinigte operative Gewinn soll rund 430 Millionen erreichen, der bereinigte Überschuss auf etwa 295 Millionen Euro klettern. Eine genaue Prognose für 2016 stellte MTU für Mitte Februar in Aussicht. (An der Börse spielte die Mitteilung kaum eine Rolle.) Die im MDax (MDAX) notierte Aktie lag gut eine Stunde nach Bekanntgabe der mittelfristigen Prognose wie zuvor mit rund einem Prozent im Plus./stw/stb Quelle: dpa-AFX Am Abend dann aber bei +3,5 % !
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Radelfan
He Robin, keine schlechten Nachrichten da??
Es ist nicht ausgeschlossen, dass mein Text auch eine Spur von Ironie enthält.
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Häufig gestellte Fragen zur MTU Aero Engines Aktie und zum MTU Aero Engines Kurs

Der aktuelle Kurs der MTU Aero Engines Aktie liegt bei 389,30 €.

Für 1.000€ kann man sich 2,57 MTU Aero Engines Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der MTU Aero Engines Aktie lautet MTUAF.

Die 1 Monats-Performance der MTU Aero Engines Aktie beträgt aktuell 9,16%.

Die 1 Jahres-Performance der MTU Aero Engines Aktie beträgt aktuell 18,76%.

Der Aktienkurs der MTU Aero Engines Aktie liegt aktuell bei 389,30 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 9,16% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von MTU Aero Engines eine Wertentwicklung von -1,38% aus und über 6 Monate sind es 0,50%.

Das 52-Wochen-Hoch der MTU Aero Engines Aktie liegt bei 399,50 €.

Das 52-Wochen-Tief der MTU Aero Engines Aktie liegt bei 249,60 €.

Das Allzeithoch von MTU Aero Engines liegt bei 399,50 €.

Das Allzeittief von MTU Aero Engines liegt bei 13,00 €.

Die Volatilität der MTU Aero Engines Aktie liegt derzeit bei 34,67%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von MTU Aero Engines in letzter Zeit schwankte.

Das aktuelle durchschnittliche Kursziel liegt bei 421,60 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies einen Unterschied von +10,25%.

Die aktuelle durchschnittliche Prognose von Analysten liegt bei 421,60 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies einen Unterschied von +10,25%.

Analysten haben ein Kursziel für 2027 abgegeben. Das durchschnittliche MTU Aero Engines Kursziel beträgt 421,60 €. Das ist +10,25% höher als der aktuelle Aktienkurs. Die Analysten empfehlen MTU Aero Engines 5 x zum Kauf, 5 x zum Halten und 0 x zum Verkauf.

Analysten haben ein Kursziel 2027 abgegeben. Das durchschnittliche MTU Aero Engines Kursziel beträgt 421,60 €. Das ist +10,25% höher als der aktuelle Aktienkurs. Die Analysten empfehlen MTU Aero Engines 5 x zum Kauf, 5 x zum Halten und 0 x zum Verkauf.

Analysten haben ein Kursziel für 2027 abgegeben. Laut Analysten liegt das durchschnittliche Kursziel bei 421,60 €. Verglichen mit dem aktuellen Kurs bedeutet dies ein Kurspotenzial von +10,25%.

Laut aktuellen Analystenschätzungen liegt das durchschnittliche Kursziel für die MTU Aero Engines Aktie bei 421,60 €. Viele Analysten sehen damit Potenzial nach oben bei der MTU Aero Engines Aktie.

Die Marktkapitalisierung beträgt 19,03 Mrd. €

Insgesamt sind 55,9 Mio MTU Aero Engines Aktien im Umlauf.

Laut money:care Nachhaltigkeitsscore liegt die Nachhaltigkeit von MTU Aero Engines bei 66%. Erfahre hier mehr

MTU Aero Engines hat seinen Hauptsitz in Deutschland.

MTU Aero Engines gehört zum Sektor Luft- u. Raumfahrt u. Verteidigung.

Das KGV der MTU Aero Engines Aktie beträgt 28,42.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von MTU Aero Engines betrug 7.411.000.000 €.

Die nächsten Termine von MTU Aero Engines sind:
  • 24.03.2026 - Veröffentlichung Geschäftsbericht 2025
  • 31.03.2026 - Quartalsmitteilung
  • 30.04.2026 - Veröffentlichung Quartalsmitteilung, Telefonkonferenzen zum Ergebnis aus dem 1. Quartal 2026
  • 07.05.2026 - Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2025
  • 30.07.2026 - Veröffentlichung Halbjahres-Finanzbericht, Veröffentlichung Pressemitteilung zum Ergebnis aus dem 1. Halbjahr 2026, Telefonkonferenzen zum Ergebnis aus dem 1. Halbjahr 2026
  • 29.10.2026 - Veröffentlichung Quartalsmitteilung, Telefonkonferenzen zum Ergebnis aus dem 3. Quartal 2026

Ja, MTU Aero Engines zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 09.05.2025 eine Dividende in Höhe von 2,20 € gezahlt.

Zuletzt hat MTU Aero Engines am 09.05.2025 eine Dividende in Höhe von 2,20 € gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 0,58%. Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von MTU Aero Engines wurde am 09.05.2025 in Höhe von 2,20 € je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 0,58%.

Die Dividende wird jährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 09.05.2025. Es wurde eine Dividende in Höhe von 2,20 € gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.

Die MTU Aero Engines Aktie ist in den folgenden 2 großen ETFs enthalten:
  1. Amundi Stoxx Europe Defense UCITS ETF Acc
  2. Xtrackers Europe Defence Technologies UCITS ETF 1C